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Lasset
uns am Alten, Geöffnet ist die Heimatstube
- außer in der Ferienzeit - Kontaktadresse: E-Mail: heimatstube@hv-schiffenberg.de Wassermühlen
in Watzenborn-Steinberg
Die alten
Fruchtmaße Seit dem 12. Mai 1994 gibt es in Pohlheim-Watzenborn-Steinberg in der Ludwigstraße 22 eine Heimatstube, die von ehrenamtlich tätigen Heimatfreundinnen und Heimatfreunden mit viel Liebe zum Detail betreut und gepflegt wird. Das große Haus Ludwigstraße 22 wurde im Jahre 1900 in der damaligen Ernst-Ludwig-Straße von Johann Georg Burk III. als Wohnhaus mit zwei Stock und Dachstock erbaut. 1918 ging es an Karl Müller über und wurde im Jahre 1930 von der Gemeinde Watzenborn-Steinberg für die Zwecke der Ortsverwaltung käuflich erworben. Im Jahre 1934 wurde dann ein Hinterbau, zwei Stockwerke, und eine Scheuer mit Stall errichtet. Bis zur Einweihung des neuen Rathauses (Bürgerhaus) im Jahr 1961 waren die Amtsräume im Haus untergebracht. Danach diente es wieder als Wohnhaus. Scheune, Garten, Stallungen und verschiedene Nebenräume wurden weiter von der Gemeinde genutzt. Der damalige Bürgermeister Hermann Georg bemühte sich zusammen mit dem Ehrenvorsitzenden der Heimatvereinigung Karl Brückel seit den 90er Jahren in diesem Haus eine Heimatstube einzurichten. Das Bestreben war, alte Traditionen und vor allem die Watzenborn‑Steinberger Tracht nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Es kostete sehr viel Mühe und Arbeit diesen Plan zu verwirklichen. Karl Brückel suchte und fand Mitstreiter, die mit großem Fleiß und handwerklichem Geschick an die Arbeit gingen. Die Verantwortung und die Hauptarbeit übernahm Helmut Münch, der zusammen mit vielen Helfern unzählige Arbeitsstunden einsetzte. Nach erheblichen Renovierungsarbeiten im Erdgeschoss konnte man an die Einrichtung gehen, nachdem viele Bürger Möbel, Hausrat und andere Stücke aus den bäuerlichen Haushalten zur Verfügung gestellt hatten. Auch viele alte Trachten kamen in das Haus und wurden sorgfältig verwahrt. Ein kleiner Kreis von Heimatfreunden nahm sich der Sache an und so konnte am 12. Mai 1994 eine kleine aber feine Heimatstube eröffnet werden. An diesem Tag bekam Helmut Münch viel Dank und Anerkennung ausgesprochen. Leider hat er uns schon 1997 verlassen müssen, aber unvergesslich bleibt, dass er den Anfang gemacht hat und eine Entwicklung in Gang setzte, die damals niemand voraussehen konnte. Die Sammlungen wurden immer umfangreicher und damit der Platz immer enger. Da wir auch bei Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer mit unserer Arbeit auf viel Verständnis stießen, wurde es möglich, dass 1999weitere Räume des Hauses umgebaut werden konnten. So wurden Renovierungsarbeiten im Anbau des Hauses beschlossen und ausgeführt. Aus dem ehemaligen Schuppen entstand eine Sommerküche, ein kleiner Vorraum und neue sanitäre Anlagen. Kurz danach wurde im Mittelstock ein großer Raum frei. Er wurde total entkernt und bekam u. a. einen neuen Fußboden. Damit waren zwei schöne neue Ausstellungsräume dazu gekommen. Ein Jahr später konnte der "Bautrupp" bestehend aus Heimatfreunden und Helfern der Stadt unter fachmännischer Leitung von Otto Philipp die Renovierung der Wohnung im ersten Stock in Angriff genommen werden. - Leider ist Otto Philipp nur wenige Wochen vor dem 10jährigen Bestehen verstorben. Durch seine unermüdliche Arbeit wird er bei uns in dankbarer Erinnerung bleiben. – Wieder waren ungezählte Arbeitsstunden nötig, um ein schönes Zimmer und einen kleinen Raum für Büro‑ und andere Arbeiten zu schaffen. Danach wurde eine Zwischenwand entfernt und es entstand aus dem ehemaligen Sitzungssaal der Gemeindeverwaltung ein großer heller Raum, der sich jetzt für viele Möglichkeiten wie Ausstellungen oder Zusammenkünfte anbietet. Im Jahr 2003 wurden noch einmal Umbaupläne geschmiedet und die nötigen Arbeiten am Dachgeschoss begonnen. In Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Bauhofes, die das Treppenhaus nach dem Hof zu erhöhten und bei den schwierigen Arbeiten helfen konnten, ist nun auch dieser Teil des Hauses ein Schmuckstück geworden. Zehn Jahre und 30 Ausstellungen
Weitere Aktivitäten Außer den Ausstellungen in den Räumen des Hauses gibt es für die Mitarbeiter der Heimatstube noch vieles Andere zu tun: Jeden ersten Sonntag im Monat ist die Heimatstube von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, was die Anwesenheit von Mitarbeitern erfordert. Jedes Jahr Beteiligung bei "Familie und Welt" in den Gießener Hessenhallen. In jedem Herbst wird im großen Kessel in der Sommerküche Qwetsche‑Hoink gekocht und oft Kindergärten und Schulklassen durch das Haus geführt. Das Jubiläum der Volkstanzgruppe unterstützte die Heimatstube mit einer Ausstellung in der Volkshalle: "Was man unter der Tracht und darüber trägt." Viel Freude machte allen Besuchern eine Kräuterwanderung und eine Mühlenwanderung mit anschließendem geselligen Zusammensein. Neu dazu kamen Erzählnachmittage für ältere Mitbürger, die gerne angenommen wurden. Auch das umfangreiche und mit viel Mühe erstellte Bildarchiv mit Familienbildern und Aufnahmen aus dem Ortsgeschehen findet großes Interesse. Ebenfalls wird in den beiden Bildbänden „Watzenborn-Steinberg, ein Ort im Wandel der Zeit“, in denen die Veränderungen im Ort durch Gegenüberstellung gezeigt werden, gerne geblättert. Im Laufe der vergangenen 10 Jahre hat sich in der Heimatstube so manches verändert. Durch die mehrfachen Umbauarbeiten sind nach und nach ganz neue Räumlichkeiten entstanden. Dazu gehören die auf Hofebene gelegene Sommerküche mit vielen alten Haushaltsgeräten und dem großen Kessel. Darin wird im Herbst der echte "Hoink" gekocht. Auch ist ein kleiner Vorraum entstanden, in dem in einer Vitrine die "Zigarrenherstellung" gezeigt wird. In der Vergangenheit trug diese Arbeit in der Fabrik bzw. Heimarbeit wesentlich zum Unterhalt in den Familien bei. Über den ersten Treppenabsatz kommt man in die Wohn‑ und Schlafstube. Eine kleine Küche vervollständigt die Wohneinheit, wie sie überall im Ort zu finden war. Neu entstand hier ein Musikzimmer, das mit seinen alten Instrumenten und den vielen Fotos der Gesangvereine und des Kirchenchores sowie den Erinnerungen an die langjährigen Dirigenten auf die Bedeutung unserer "Singenden Stadt" im musikalischen Leben hinweist. Durch das neu gestaltete Treppenhaus gelangt man in den ersten Stock. Zunächst aber findet man zwei neue Ausstellungsräume, in denen Trachten und schöne Wäscheteile in alten Schränken aufbewahrt und gezeigt werden. Ein halbes Stockwerk höher ist ein Raum für altes Porzellan, das in Vitrinen gezeigt wird, eingerichtet. Neben dem Sitzungssaal ist ein kleines Zimmer. Hier werden Schriftlichkeiten aufbewahrt und kleine Arbeiten verrichtet. Im Jahr 2003 haben Mitarbeiter der Stadt und Heimatfreunde die Veränderung des Dachgeschosses vorgenommen. Es entstand ein großer Vorplatz, der zum Ausruhen einlädt. Von da aus gelangt man in ein Kinderzimmer, das liebevoll mit alten Sachen ausgestattet wurde. Auch eine Schusterwerkstatt und eine Schreinerei ist da zu sehen. Auf der rechten Seite wurde ein Arbeitsraum mit vielen Regalen eingerichtet, auf denen aufbewahrt wird, was später einmal gezeigt werden soll. Der größte und schönste Raum ist der Stadt Pohlheim vorbehalten. Hier wird sich die Verwaltung mit allen Ortsteilen und auch den Partnerstädten darstellen. Das ganze Treppenhaus hat sich in eine Galerie verwandelt. Mit alten Fotos werden Persönlichkeiten, Ereignisse und die Historie Watzenborn‑Steinbergs dargestellt. Franz Bayer, der bei der Gestaltung beratend mitwirkte, zeigt in seinen Bildern alte Dorfansichten und den historischen Schiffenberg. Ihm danken wir herzlich für seine großzügige Unterstützung. Der gleiche Dank gilt auch allen anderen Freunden und Gönnern, die uns bei der Einrichtung des Hauses unterstützt haben. Ein Museum wie die Heimatstube ist stets auf Zuwendungen angewiesen. Das alles lässt sich nicht ohne viel Einsatz und Mühe aller Mitarbeiter bewerkstelligen. Der gute Geist des Hauses aber ist das Ehepaar Herbert und Marie Fabian, das sich jederzeit um das Haus kümmert. Ein herzlicher Dank gilt der Stadt Pohlheim, die immer bereit ist zu helfen, wenn die Kräfte des Vereines überfordert sind. Sie freut sich mit dem Ortsverein über den Erfolg der vergangenen Jahre.Gemeinsam werden wir uns weiter bemühen,"Altes zu erhalten, Neues zu gestalten."Ansprechpartner für alle Belange der Heimatstube sowie für alle Besucherwünsche sind Herbert und Marie Fabian, erreichbar unter Tel. Nr.: 06403 62649.
Festschrift zum sowie weitere Publikationen über Wassermühlen
in Watzenborn-Steinberg
Die alten
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