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Das Land unter der Sonnenseite des
Schiffenberges, durch dessen liebliche Wiesengründe der Lückenbach dem
Kleebach zuflieht, der sich mit ihm auf halbem Wege zwischen Gießen und
Dutenhofen in die Lahn ergießt, kann als ein Teil der südöstlichen
Randlandschaft des Gießener Beckens bezeichnet werden. Die bewaldete Bergkuppe
des 281 m hohen Schiffenberges, des 286 m hohen Ober-Steinberges bei
Watzenborn-Steinberg und der Wartberg mit dem “Hoingdippe“, schließen hier
den Kranz der Berge, der um die große Talweitung der Lahn liegt. Sie sind in
sie eingeflochten wie der Gleiberg, Vetzberg und Wettenberg im Westen, bzw.
Nordwesten oder der Lollarer Kopf und der Hangelstein im Norden. In heimatgeschichtlicher Hinsicht
aber machen die drei Landschaftsattribute noch heute die geradezu epochale
Bedeutung dieses Raumes zwischen dem Schiffenberg und, genauer gesagt, dem
langgestreckten Rücken zwischen Obersteinberg und Wartberg in einer Weise
deutlich, die nicht zu übersehen ist. Sie lassen sie einmal sichtbar werden
durch das frühere Augustiner Chorherrenstift und die nachmalige Komturei des
Deutschen Ritterordens, zum anderen durch den Limes oder Pfahlgraben. Wenden wir uns zunächst dem
letzteren zu. Im Bereich der Heimatvereinigung Schiffenberg ist der Pfahlgraben
ein Teil des Obergermanischen Limes, der sich in Süddeutschland in den Rhätischen
Limes als feste Mauer in Stein fortsetzt, der sog. Teufelsmauer, wie sie der
Volksmund dort nennt. Die Anlage hatte die Aufgabe, die römischen Militärlager
am Rhein mit den Donaubefestigungen zu verbinden. Sie begann bei Rheinbrohl im
Neuwieder Becken, erstreckte sich über eine Gesamtlänge von 550 km bis an die
Donau, die sie in der Mitte zwischen Ingolstadt und Regensburg erreichte. Der
große Brückenkopf, der damit auf dem linken Rheinufer geschaffen worden war,
diente zugleich als Flankenschutz für das damals von den Römern besetzte
Gallien, unter dem wir das heutige Frankreich zu verstehen haben. Seine
Errichtung erfolgte aber auch aus der Erkenntnis, dass eine Eroberung des
gesamten germanischen Raumes bis hin zur Elbe-Saale-Linie, die bereits um die
Zeitwende von den Römern angestrebt wurde, unmöglich war. Am Posten 49, im
Streckenabschnitt 4, wo jetzt die Nachbildung eines römischen Wachtturmes
gleichsam wie ein einsamer Zeuge für eine Zeit steht, die in das Bewusstsein
des abendländischen Menschen ihren Platz unmittelbar neben der griechischen
Antike einnimmt1 schob sich dieser Brückenkopf
am weitesten nach Norden vor. Er steht fast genau im Scheitelpunkt des „sinus
imperii ramani“, wie die antiken
Schriftsteller diesen kühnen Bogen, der sich zwischen Rhein und Donau spannte,
nannten. Es waren die Chatten, deren ältestes Stammesgebiet um die Schwalm,
Eder und Fulda lag, die ständig danach strebten, es nach Süden auszudehnen,
mit dem Ziele der Eroberung der Wetterau. Den wechselvollen Kämpfen der Römer
mit diesem Germanenstamm, die sich sicherlich auch dort abgespielt haben mögen,
wo heute der Bauer unter dem Schiffenberg seinen Pflug durch die Felder führt,
hat der römische Geschichtsschreiber und Schriftsteller Tacitus († 117 n.
Chr.) in seiner „Germania“ und in den „Analen“ einen breiten Raum
gewidmet. Er nennt sie dort den tüchtigsten und für die Römer gefährlichen
germanischen Volksstamm und hat ihnen so ein besonderes Denkmal gesetzt. Damit der Limes als das bedeutendste
Bauwerk der römischen Antike auf deutschem Boden, das mit annähernd 1000
Wachttürmen und 100 Kastellen versehen war, deren Spuren die Jahrhunderte schon
nahezu gänzlich verwischt hatten, nicht noch gänzlich in seinen Resten
verfiel, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die sog.
Reichslimeskommission gegründet mit dem Ziele, der Erforschung und Erhaltung
der Anlagen, die noch verblieben waren. Das umfangreiche Material, das dabei zu
Tage gefördert werden konnte, ließ drei grobe Bauabschnitte erkennen. Schon Kaiser Vespasian (69 - 79 n.
Chr.) begann mit der Anlage einer Grenzwehr, welche entsprechend der ursprünglichen
Bedeutung des lateinischen Wortes ,,limes“, d. h. Grenzweg, anfangs nur aus
einem solchen befestigten Postenweg mit kleinen Erdschanzen und einem Zaun aus
dicken Bohlen bestand. In bestimmten Abständen befanden sich Türme aus
Holzwerk auf kleinen Hügeln mit einer Grabenumfassung als Schutz. Die
Verbindung nach rückwärts und nach der Seite wurde durch Schall- und
Lichtsignale aufrecht erhalten. Unter Kaiser Domitian (81 - 96 n.
Chr.), der die bereits erwähnten Chatten im Jahre 86 n. Chr. in einer großen
Schlacht entscheidend schlagen konnte, wurde der Limes zu einer zusammenhängenden
Grenz- und Verteidigungslinie, die in ihrem Verlauf so festgelegt wurde, wie sie
sich uns heute darstellt. Schließlich wurden die Anlagen in einem späteren
Zeitabschnitt immer dauerhafter. Die Holztürme wurden durch Steintürme
ersetzt, die Palisaden dichter gemacht und an die Türme herangenommen, ein
Graben wurde gezogen, der spitz zulief, 2 m tief und 8 m breit war. Der
Erdaushub wurde als Wall aufgeworfen, dessen Höhe 2 m, seine Breite sogar 10 m
betrug. Jetzt liefen die Posten nicht mehr auf den Grenzwegen, sondern auf dem
neuen Wall. Es hat also viele Jahrzehnte gedauert, bis der Pfahlgraben über die
einfache Wegführung bis zu einem wirkungsvollen Befestigungswerk
hinausgewachsen war. Wer wurde nun zu den Bauarbeiten
eingesetzt? Es waren Legionäre und Hilfstruppen. In Obergermanien standen
damals zwei Legionen, die Legio XXII Primiglia mit dem Standort Mainz und die
Legio VIII Augusta. Die festen Lager der XXII. Legion lagen auch über die
Wetterau verstreut, u. a. befand sich ein Römerlager in Butzbach. Von ihm aus
sind die Legions- und Hilfstruppen zum Bau von Befestigungen und Wegen, zum Bäumefällen
und Steinebrechen im Limesbereich auf der Gießener Schwelle eingesetzt worden. Am Poslen 4/49 waren die geringen
Spuren von Wall und Graben, die aus der Vergangenheit verblieben waren - beide führten
übrigens von den Ausläufern des Wetterauer Taunus - über Pohl-Göns kommend
fast geradlinig auf ihn zu -, noch am besten in dem Wiesen-
und Ackergelände erhalten. Deshalb wurde der Wall auch im Zuge der Erstellung
des Wachtturmes mit zwei Palisaden in verschiedener Ausführung bestückt, an
denen die allmähliche Vervollkommnung im Ausbau der Verteidigungslinie an einem
Beispiel demonstriert werden sollte. Von dem kleinen Kastell Grüningen und dem
Kastell Hainhaus (Waldhaus), das letztere mag zu Füßen des Landrückens,
jenseits der Straße Watzenborn-Steinberg - Grüningen gelegen haben, die den
Pfahlgraben schneidet, ist nichts erhalten geblieben. Doch hat das im
Mittelalter ausgegangene Dorf Pohlheim (Pfahlheim) und haben die heute noch nach
ihm benannten Wiesen und der Pohlheimer Wald die Erinnerung an den Verlauf des
Pfahlgrabens an dieser Stelle bewahrt. Von ihr strebte er, fast rechtwinklig,
nach Südosten abbiegend, der Autobahn zu und weiterhin dem Wettertal, das er
nordöstlich von Kloster Arnsburg, in der Nähe des Kolnhäuser Hofes,
erreichte. Wenn der Pfahlgraben bis über die
Gießener Schwelle hinaus verlegt wurde, dann deswegen, weil den Römern die
naturhafte Ausstattung der Wetterau mit fruchtbaren Lehm- und Lößböden nicht
verborgen geblieben war. Diese Böden und das milde Beckenlandklima machten sie
schon zu ihrer Zeit zu einer der wertvollsten Agrarlandschaften, aus der die römischen
Besatzungstruppen lebten. Unter den dauernden Angriffen germanischer Völkerschaften
brach diese Wehranlage und Grenze eines Weltreiches, das sich über Nordafrika
und weite Teile Europas erstreckte, im Jahre 260 n. Chr. zusammen. Manche
Historiker vertreten die Ansicht, dass die Chatten zu diesem Zeitpunkt endgültig
in die Wetterau bis zu dem Zusammenfluss von Nidda und Nidder vorgedrungen
seien. Andere wieder erklären, dass in dem genannten Jahr ihr Name bereits aus
den Geschichtsquellen verschwunden ist und erst 720 in der Form „Hassi“
wieder auftaucht. Selbst wenn man den strategischen
Wert des Limes einmal unberücksichtigt lässt, so bleibt doch seine Bedeutung
insofern unbestritten, als er die römische Kultur nahezu bis zu dem Zeitpunkt
bewahrte, zu dem sie über das Christentum Eingang in das Abendland fand, das
sie auch als Mittler der Kultur der griechischen Antike wesentlich mit geprägt
hat. Mit
der Zerstörung des Limes und dem Rückzug der Römer auf ihre
Ausgangsstellungen in Gallien, fiel das Land auf der Sonnenseite des
Schiffenberges keineswegs in die geschichtliche Bedeutungslosigkeit zurück.
Wenn der deutsche Dichter Wilhelm Raabe einmal von der Heimatgeschichte als
einer Bühne des Welterlebens" spricht, auf der sich Glück und Elend des
Daseins neben anderen Gegensätzen widerspiegeln, so erbringt die Geschichte des
Augustiner Chorherrenstiftes auf dem Schiffenberg, im besonderen aber der Anlaß,
der, neben anderen Überlegungen zu seiner Gründung führte, den Beweis dafür.
Sie hat sich - und das ist bei allen Beschreibungen des Klosters bisher viel zu
kurz gekommen - vor einem hochpolitischen Hintergrund vollzogen. Wenn auch die
große Auseinandersetzung zwischen König Heinrich lV. und seinem Widersacher,
Papst Gregor VII., die unter dem Namen „Investiturstreit“ in die Geschichte
eingegangen ist, schon 20 Jahre zurücklag, als der Grundstein für die
Klosterkirche auf dem Schiffenberg gelegt wurde, so bleibt dieser kompromisslos
geführte Machtkampf der eigentliche Anlass, wenn auch nicht der einzige, dafür. Die Zeit der großen Reichsklöster
Fulda, Hersfeld und Lorsch (Ried), die alle in das karolingische 8. Jahrhundert
zurückgehen, war vorbei, als im staufischen 12. Jahrhundert eine neue Welle von
Klostergründungen durch unsere engere und weitere Heimat ging. So entstanden
die Klöster Ilbenstadt (1123), Arnstein a.d. Lahn (1139), Arnsburg (1171), das
Kloster Altenberg bei Wetzlar und schließtich das Kloster Schiffenberg im Jahre
1129. Die Gräfin Clementia vom Gleiberg lebte bereits in zweiter Ehe mit dem
Grafen Gerhard zu Geldern, als sie im Juni des genannten Jahres in Trier, am
Altar des heiligen Petrus, die Stiftung des Klosters Schiffenberg niederlegte.
Zu Lebzeiten ihres ersten Mannes, des Grafen Konrad I., einem Enkel Friedrichs
I. von Luxemburg, wurde das damalige Reich der Deutschen, wie bereits
angedeutet, von dem erbitterten Kampf zwischen Papst Gregor VII. und dem kühnen
und leidenschaftlichen jungen König Heinrich IV. erschüttert. Es ging dabei um
den Primat der päpstlichen vor der königlichen Gewalt, der geistlichen vor der
weltlichen. Dieser Kampf führte den König durch alle Höhen und Tiefen. Er
begann schließlich mit der Absetzung des Papstes auf dem Reichstag zu Worms und
endete mit dem Bußgang des Königs nach Canossa. Zu den festesten Stützen
Heinrichs aber, über den der Kirchenbann verhängt worden war; zählte Konrad
I., der Ehegatte Clementias. Als er, dessen Grafschaft im Erzbistum Trier
gelegen war, gar den Erzbischof Eberhard von Trier gefangen nahm, verfiel er
ebenfalls dem Kirchenbann. In der gleichen Treue wie der Vater stand der Sohn
zur Sache des Königs. Schließlich unternahm Konrad eine Pilgerfahrt nach Palästina.
Selbst wenn man sie als eine Art „Aktion Sühnezeichen“ und als Ausdruck der
inneren Umkehr bezeichnen darf, so versprach sich seine Witwe erst mit der
Klostergründung eine wirkliche Absolution für seine Seele, was bei dem
Gewicht, das die Religiosität im Leben des mittelalterlichen Menschen spielte,
für ihn von einer Bedeutung war, die wir heute gar nicht mehr ermessen können.
Der Gießener Künstler Bartsch-Hofer hat diesen Augenblick, in dem Konrad zu
der Pilgerfahrt aufbricht, von der er nicht heimkehrte, in einer Bilderfolge zur
Geschichte des Schiffenberges im Flur der Komturei, der jetzigen Gaststätte,
eindrucksvoll dargestellt. Mit der Stiftung zu Trier war die
Schenkung van 2 Huben Ackerlandes zu Konradsrod verbunden, die etwa 60 Morgen
oder 15 ha entsprechen. Ferner gehörten zu ihr noch 20 Huben Wald, also 600
Morgen. Damit war die wirtschaftliche Existenz der Mönche gesichert und die
Erschließung des großen Wiesecker Waldes, der sich vom Limes im Süden
bis weit in die Wieseckaue erstreckte, konnte beginnen. Jetzt entstanden zahlreiche Dörfer
im Tale des Lückenbaches, u. a. Wazenburne und Garwardiseich, das heutige
Watzenbarn und Garbenteich. Die ursprünglichen Namen lassen vermuten, daß die
ersten Siedler den Namen „Wazo“ und ,,Gariward“ trugen. Zu den beiden Dörfern
kamen ferner die Dörfer Erlebach, Frohnebach und Cotthen, die aber später
wieder ausgegangen sind. In Watzenborn bestand bereits um das Jahr 1130 eine
Taufkapelle, in der der Gottesdienst von den Schiffenberger Mönchen besorgt
wurde, was auch für die übrigen Neuroddörfer galt. Hausen wird neuerdings als
Siedlung aus der Karolingerzeit angesprochen. Einen eindeutigen Beweis dafür,
dass es nicht zu den sog. Neuroddörfern gehört, gibt es allerdings nicht. Im Jahre 1323 geht das Kloster in
den Besitz des Deutschen Ritterordens über. Die Gründe dafür erfahren wir aus
der Auflösungsurkunde des Erzbischofs Balduin von Trier. Dort ist folgendes zu
lesen: „Wahrlich nicht ohne Schmerz und ungewöhnlich große Bitterkeit im
Herzen müssen wir unter Trauern bekennen, wie das Kloster Schiffenberg der
regulierten Chorherren vom Orden des heiligen Augustin in unserem Trierer
Sprengel, das in alten Zeiten mit ausreichenden Gut dotiert war, in welchem auch
damals mit Gottesgnade des Ordens Zucht lange in voller Kraft blühte, jetzt
durch Sündenschuld in einen so erbärmlichen Zustand herabgesunken ist, dass in
diesem Kloster Gott nicht mehr geehrt, der Gottesdienst nicht mehr gehalten
wird, und die Brüder, nachdem sie mit dem Habit (gemeint ist die Mönchskutte)
auch die klösterliche Zucht abgeworfen, nun wie Vagabunden, unstet, ohne Oberen
und fast unverbesserlich außerhalb des Klosters umherschweifen, nachdem sie
sowohl die beweglichen, als auch unbeweglichen Güter, die Bücher und heiligen
Gefäße und anderes kirchliches Gerät verkauft, zerstückelt, zerstreut, veräußert
und zum größten Teil verzehrt haben. Ja, das Kloster selbst, das ehemals ein
Haus Gottes und frommer Menschen war, ist durch den Feind der Religion, den Sämann
des Unkrauts, ein Gegenstand des Ärgernisses und der Schmach für die
Nachbarschaft geworden.“ Nahezu 500 Jahre verblieb der
Schiffenberg letzt im Besitz der Deutschherren, bis die Komturei Schiffenberg im
Jahre 1803 durch Reichsdeputations-Hauptschluß aufgelöst wurde. Ein Dekret
Napoleons verfügte unter dem 24. April 1809 schließlich die Aufhebung des
Deutschen Ritterordens in allen Staaten des Rheinbundes. Er machte den
Schiffenberg dem Landgrafen und späteren Großherzog Ludwig II. von Hessen zum
Geschenk. 1848 ging dieser Privatbesitz in Landeseigentum über. Der
Schiffenberg wurde Staatsdomäne. Von den romanischen Klosteranlagen
ist außer der ehemals dreischiffigen Basilika nur noch das Pförtchen erhalten,
das vom Hof auf die Terrasse führt. Alle anderen Gebäude sind später
entstanden, zuletzt die Wirtschaftsgebäude. Durch die schönen barocken Wappen
aus rotem Buntsandstein, die auf eine Reihe früherer Komture hinweisen, die aus
dem hessischen Adel kamen, wird eine Brücke zwischen zwei zeitlich weit
auseinandergelegenen Epochen geschlagen, zwischen der Romanik und dem Barock,
dem 12 und 18. Jahrhundert. Ein ungleich weiterer Bogen aber
spannt sich über die bewegte Vergangenheit der Heimat zwischen Limes und
Schiffenberg, der hier nur mit wenigen markanten Strichen nachgezogen werden
konnte, aus einem Anlass, der zu einem Markstein in der Geschichte der
Heimatvereinigung Schiffenberg werden möge, die sich neben der
Landschaftspflege auch um die Bewahrung heimatlichen Kulturgutes und Brauchtums
schon lange mit Erfolg bemüht und damit verdient gemacht hat. Zur
Baugeschichte des Wachtturms Die Anregung für die Errichtung des
Wachtturms ging von Watzenborner Heimatfreunden gelegentlich einer Wanderung am
Limes im Jahre 1966 aus, an der auch der ehemalige Vorsitzende, Staatsminister
Albert Oßwald, teilnahm.
Nachdem das Bauvorhaben von dem
Gesamtvorstand und den Mitgliedern gebilligt worden war, wurden die
Heimatfreunde Dipl.-lng. Walter Kolmer und Karl-Heinz Knaus vom Ortsverein
Hausen mit der Planung und Bauleitung beauftragt. Ausgeführt wurde der Bau von
den Firmen Kurt Ruhl, Watzenborn-Steinberg, Karl Pitz, Weißbindergeschäft,
Watzenborn-Steinberg, Georg WeIler K.-G., Leihgestern und Erich Carlé', Gießen.
Federführend war der Vorsitzende des Ortsvereins Watzenborn-Steinberg. Die
Finanzierung hatte das Land Hessen übernommen. Bis zu einem gewissen Umfang
erfolgte sie auch durch Eigenleistung der Mitglieder. Textgestaltung
H. Gregor, Zusammenstellung W. Mohr anlässlich der Einweihung des Wachtturms am
Limes 2.
Auflage September 2000 |